Eine neue Bühne für eine Wiener Institution

Manche Orte sind mehr als nur ein Lokal.
Sie sind Wohnzimmer, Treffpunkt, Bühne für Diskussionen und Rückzugsort zugleich.
Das Café Schopenhauer im 18. Bezirk in Wien gehört zu diesen Orten.

Seit Jahrzehnten gilt es als Klassiker der Wiener Kaffeehauskultur – ein Haus mit Geschichte, mit Stammtischen, mit legendären Kartenspielrunden. Ein Ort, an dem man nicht bloß konsumiert, sondern verweilen kann.

Fred Göd hat das traditionsreiche Café vor einigen Jahren übernommen und nach einer behutsamen, liebevollen Renovierung im März 2020 neu eröffnet. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um ein Kaffeehaus zu eröffnen, wie sich bekanntermaßen herausstellte. Dass die „Covid-Jahre“ für die Gastronomie nicht leicht waren, muss man nicht weiter ausführen. Und trotzdem ist das Café Schopenhauer heute nach wie vor sehr gut besucht –  die Stammgäste sagen: Weil es echt ist, weil es Charakter hat, und weil Menschen solche Orte brauchen.

Für viele ist es das sprichwörtliche „erweiterte Wohnzimmer“ und fixer Bestandteil der Woche. Fred versteht seine Rolle als Gastgeber und Bewahrer – als jemand, der einen sozialen und kulinarischen Raum offen hält. Nicht, weil es ein schnelles oder einfaches Geschäft verspricht, sondern aus Überzeugung.

Ehrlicherweise ist er auch kein großer Freund der digitalen Welt. Das persönliche Gespräch und der direkte Kontakt sind ihm wichtiger. Genau deshalb war bei der Konzeption seiner Website von Anfang an klar: Sie soll nicht laut, verspielt oder überinszeniert sein. Hier gilt digitale Zurückhaltung – „keep it simple“.

Gemeinsam mit der wunderbaren Grafikerin Johanna Roither, die ein Design geschaffen hat, das perfekt zur Würde und Atmosphäre des Lokals passt, entstand eine Website, die genau das widerspiegelt: Charakter statt Effekthascherei.

Digital so viel wie nötig und so wenig wie möglich, aber mit allem, was sinnvoll ist: Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktinfos sind schnell und klar strukturiert zu finden, die aktuelle Speise- und Getränkekarte lässt sich bequem online durchblättern, und die besten Buchtipps aus der „Café Schopenhauer Buchhandlung“ sind hier digital gesammelt.

Wer gerade nicht persönlich vorbeikommen kann, kann das Café in einem virtuellen 3D-Rundgang entdecken – mit interaktiven Stationen, die Lust machen, selbst wieder an einem der Marmortische Platz zu nehmen.

Das Ergebnis ist eine Website, die das Café nicht neu erfindet, sondern ihm eine ruhige, passende Bühne gibt: www.cafeschopenhauer.at.

Alles Weitere erlebt man am besten selbst vor Ort.

Veröffentlicht von Janne am

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